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Was ist Blutzucker

Die Höhe des Gehaltes an Glucose im Blut gibt den so genannten Blutzuckerspiegel an. Glucose ist ein wichtiger Stoff im Körper, denn er ist für die Energiezufuhr zuständig. Rote Blutkörperchen und auch das Nierenmark könnten ohne Glucose überhaupt nicht arbeiten. Das Wechselspiel von zwei Peptidhormonen, die von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet werden, reguliert den Blutzuckerspiegel. Sinkt der Blutzuckeranteil im Blut, so wird Glucagon ausgeschüttet, bei einem Anstieg erfolgt die Ausschüttung von Insulin, um die Werte jeweils zu korrigieren.

Der Blutzuckerwert ist in der Medizin ein wichtiger Wert, denn er sagt viel über den Gesundheitszustand eines Patienten aus. Ist der Wert über eine längere Zeit erhöht, so liegt in den meisten Fällen Diabetes vor. Der Blutzuckerspiegel hat großen Einfluss auf die Leistung des Gehirns. So kann zum Beispiel Unterzucker, also ein zu niedriger Wert des Blutzuckers, die Leistung vermindern. Dies ist in der Regel mit einer erhöhten Ausschüttung von Adrenalin verbunden, auch Muskelzittern und Schweißausbrüche sind Anzeichen von Unterzuckerung.

Soll der Blutzuckerwert gemessen werden, so geschieht das durch die Entnahme von etwas Blut aus einem Kapillargefäß. Ein Stich in die Fingerspitze genügt schon. Das Blut wird auf einen Teststreifen übertragen, der anschließend in ein entsprechendes Blutzuckermessgerät eingeführt wird, welches die Berechnung des Wertes vornimmt. Der Wert wird dann in Millimol pro Liter angegeben, die Abkürzung dafür ist mmol/l. Je nach Alter des Getesteten unterscheiden sich die Normwerte des Blutzuckers deutlich. Ein Säugling sollte einen Wert zwischen 3,3 und 5,0 mmol/l haben, ein Erwachsener den höheren Wert von 5,0 bis 6,1 mmol/l. Sind die Werte erhöht, so spricht man von Hyperglykämie, bei zu niedrigen Ergebnissen liegt eine Hypoglykämie vor. Beide sind behandlungsbedürftig, die geeignete Therapie legt der behandelnde Arzt fest.